Eine Fahrt ins Ungewisse - Von Koh Lanta nach Ao Nang

Nach einer wunderschönen Woche auf der Insel Koh Lanta war es jetzt an der Zeit über die Weiterfahrt zu unserer nächsten Destination in Ao Nang nachzudenken. Daher buchten wir direkt in unserer Bungalowanlage ein Ticket für den Transfer im Minivan. Die Fahrt nach Ao Nang sollte an die 3 Stunden dauern, und kostete ca.500 Baht (ca.12 Euro). Wir wollten schon das erste Auto am Morgen nehmen, um zeitgerecht in Ao Nang anzukommen.

Beachlife in Koh Lanta


Dabei hatten wir uns aber gründlich getäuscht!! Es kam alles anders als erwartet! Aber lest selbst.

Am Morgen waren wir schon früh aufgestanden, und hatten noch lecker gefrühstückt. Entspannt, und voller Vorfreude auf die nächste Destination packten wir unsere letzten Sachen zusammen, und setzten uns zur Rezeption. Mit uns sollte noch ein Pärchen abreisen. Wir warteten schon eine ganze Weile, aber der Minivan war verspätet. Kein Problem. Es ist ja noch früh. Er wird schon kommen.

Und er kam tatsächlich. Als er um die Ecke bog, waren wir erleichtert jetzt endlich weiterreisen zu können.  Er blieb vor der Rezeption stehen, und wir 4 bewegten uns in Richtung Auto. Irgendwie schaute der Van aber schon richtig voll aus. War da überhaupt noch Platz für uns? Der Beifahrer stieg aus, und zeigte uns unsere Plätze. Vorher musste aber noch ein bisschen umgeräumt werden.
Das Pärchen, meine Mama und ich konnten uns in die letzte Reihe setzten, und das Gepäck der anderen Leute und unseres wurde einfach in den noch freien Gang zwischen die Sitze gestopft.

Okay, ein bisschen ungemütlich und eng. Aber gut. Es wird schon irgendwie gehen. Jetzt geht es ja endlich los!
Eine Stunde später fuhren wir noch immer auf der Insel spazieren. Wieder und wieder fuhren wir an schon bekannten Straßenkreuzungen und Orten vorbei, bis wir dann vor einem Hotel zu stehen kamen. Vor dem Hotel warteten wieder 3 Leute die mitfahren wollten...

Notgedrungen und schon auf der Schoß des Anderen sitzend nahm ein Pärchen ihren Platz neben dem Fahrer ein, und die Frau bekam noch ein kleines Stückchen bei uns im hinteren Teil. Das Gepäck in der Mitte glich schon einem Turm, der immer höher und höher wurde.

Wir blieben in der nächsten Stunde (und noch immer auf der Insel), noch zwei Mal stehen, um Personen ein, und wieder auszuladen, Gepäckstücke herauszusuchen und neu hineinzustopfen.

Nach 2 Stunden waren wir endlich soweit beladen, um die Insel zu verlassen. Der Minivan war gestopft voll, und ich fühlte mich wie eine Sardine in der Dose. Je länger wir im Auto saßen, desto ungenehmer wurde es für mich.
Ich konnte meine Füße nicht bewegen, und es war absolut kein Platz sich auch nur ein bisschen zu bewegen. Es wurde heiß und stickig, und die Klimaanlage funktionierte auch nicht richtig!  Einige von euch werden vielleicht Platzangst kennen. Dieses Gefühl wenn man glaubt zu ersticken.
Am liebsten hätte ich laut geschrien! Mama versuchte sich ein wenig mit ihren Spielen am Handy abzulenken, doch die Zeit schien stehen zu bleiben.

Wir warteten eine Ewigkeit auf der Insel, eine weitere Ewigkeit bis wir die Fähren befahren durften, und dann endlich am Festland angekommen waren.
Leute, es war der absolute Horror. Ich verbat mir mein Wasser zu trinken, da ich nicht riskieren wollte auch meine Mini Blase noch zu belasten. Nach Angaben der Veranstalter hätten wir schon längst in Ao Nang ankommen sollen, doch siehe da, wir waren noch immer auf der Reise, und unser Ziel rückte in weite Ferne.

Mein Mantra dass ich schon bei der Hinfahrt nach Koh Lanta gebraucht hatte, wurde wieder aktiviert.

"Alles ist gut, alles ist in perfekter Ordnung. Ich überlebe. Alles ist gut."

Ich bin mir vollkommen bewusst dass ich jetzt etwas übertreibe, denn schlimmer kann es ja immer gehen. Doch mir ging es auf der Fahrt total schlecht. Stand kurz vor einem Nervenzusammenbruch, und kontrollierte mich gerade noch so viel um nicht einen Heulkrampf zu bekommen.
Ich bin schon viel in Asien gereist. Doch in den letzten Jahren war es nie annähernd so schlimm wie diese Fahrt.

Nach knapp 7 Stunden Fahrt gab es dann die erste Pause in Krabi Stadt. Endlich ausszusteigen und sich etwas die Füße zu vertreten, und das WC aufzusuchen war ein Geschenk.
Wir waren schon alle ziemlich erledigt von der Fahrt, und nicht nur ich war mit den Nerven am Ende.
In Krabi wurden die ersten Leute entlassen, und der Rest von uns, blieb noch eine weitere Stunde im Auto gefangen.

Ankunft in Ao Nang

Unsere Ankunft in Ao Nang nach mehr als 8 Stunden, glich der Ankunft im Paradies. Als ich die typischen Felsformationen (die in Krabi die Landschaft verschönern) sah, bekam ich das erste Mal seit Stunden ein Hochgefühl und die Erleichterung machte sich breit.


Wir hatten es geschafft! Der Albtraum ging zu Ende! Endlich......



Was waren eure schlimmsten Erfahrungen auf Reisen? Was war euer Albtraum?





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