Ao Nang / Krabi - Mit dem Taxiboot durchs Inselwunderland


Endlich in Ao Nang angekommen, zeigt sich uns die typische Landschaft von Krabi. Atemberaubende hohe Kalksteinfelsen und kleine Buchten dazwischen, sind das Markenzeichen dieser Region Thailands.

Glasklares Meer mit Aussicht auf die Inseln

Als wir aus dem Minivan steigen, bin ich jedoch kurzfristig ein bisschen geschockt. Die vielen Leute auf der Straße, überall Bars, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten. So viel Trubel habe ich seit Bangkok nicht mehr gesehen. Ich war mir kurzzeitig unsicher ob wir überhaupt richtig sind, und ob wir hier überhaupt unsere Zelte aufschlagen sollen. Da wir vorher eine entspannte Woche auf Koh Lanta verbracht haben, wo es viel ruhiger zuging, tat diese momentane Reizüberflutung fast weh.
"Probieren geht über Studieren" sagt man bei uns. Also, was hat Ao Nang uns zu bieten?

Ao Nang ist ein Touristenort in der Region Krabi, und Ausgangspunkt für Touren und Ausflüge in der näheren Umgebung.
Alles "touristisch" wichtige liegt auf einer Straße. Sie führt auf einer Seite (vom Landesinneren) in die Stadt hinein, dann ein Stückchen neben dem Strand entlang, und führt dann wieder aus der Stadt hinaus in Richtung Nopparat Thara Beach.

Ich muss euch gestehen, dass ich erleichtert war, als wir unser kleines Hotel gefunden hatten. Zwei Wochen vor der Reise habe ich unser "erstes" gebuchtes Hotel in Ao Nang storniert, weil ich etwas besseres gefunden hatte. (Sea Star House , 5 Nächte für  8000 Baht ) Und es war wirklich gut so. Denn unser jetziges Hotel lag nur ein paar Schritte vom Strand, und von den Bootstaxis entfernt, während wir beim anderen Hotel einmal 10 Minuten gegangen wären, bis endlich das Meer zu sehen wäre. Gut gemacht, insgeheim klopfte ich mir auf die Schultern, und freute mich darüber!!

Phang Nga Beach



Phang Nga Beach

Wie ich schon erwähnt habe, besteht der touristische Teil Ao Nangs aus dieser einen langen Straße. Auf Grund des Tsunamis der 2004 in der Region ein großes Unheil anrichtete und viele Leben forderte, wurde vieles neu aufgebaut, und viele Hotels entstanden auch in Richtung Landesinnere. Übrigens sah ich hier das erste Mal in meiner Thailand Zeit die "schon" typischen Tsunami Warnschilder, die darauf hinweisen in welche Richtung man laufen soll, falls es zu einem Tsunami kommt.

In Ao Nang selber gibt es nicht viele Unterkünfte die direkt am Meer liegen. Und wenn, dann sind sie ziemlich teuer. Im Gegensatz zu Koh Lanta, oder manch anderen Orten in Thailand, braucht man in Ao Nang schon viel Geld. Eben ein typischer Touristenort wo viel Geld gelassen wird. Es ist aber auch oft zu verlockend. Die kleinen Geschäfte voller Kleidung, Souvenier und Krims Krams ohne etwas zu verlassen ist oft eine Herausforderung. Ich brachte von dieser Reise nur noch einige erlesene Dinge mit. Wenn man schon so oft in Thailand war, dann hat man schon alles gesehen. Klingt jetzt vielleicht ein bisschen nach Vorurteil, doch die Dinge die wir Urlauber normalerweise kaufen, die gibt es fast in jedem Ort, und in jedem Geschäft wieder und wieder. Aber wenn man das erste Mal dort ist, dann befindet man sich im "Shopping Paradies".

Die nächsten Tage die wir in Ao Nang verbracht haben, engagierten wir uns mit diesem Tourismusrummel. Ich will jetzt nicht so negativ sein. Für Leute die ein bisschen Unterhaltung suchen, ist es sicher eine gute Idee. Es befindet sich alles um die Ecke, und es gibt eine große Auswahl an Restaurants und Shoppingvergnügen.
Ich persönlich war etwas enttäuscht, denn mir sind die ruhigeren Gebiete manchmal fast lieber. Der Pluspunkt war die Landschaftliche Schönheit, mit diesen hohen Felsen. Aber da wir meist den ganzen Tag unterwegs waren, und nur abends zurück nach Ao Nang kamen, war es weniger schlimm.

Ao Nang Beach am frühen Abend

Es ist auf jeden Fall eine gute Idee, diesen Ort als Ausgangspunkt zu sehen. Die nächsten Tage standen wir immer früh auf, und marschierten danach zu den sogenannten Bootstaxis. Auf jedem Ende des Strandes befindet sich ein Ticketschalter, wo man sich seine Fahrt auf die anderen Strände oder vorgelagerte Inseln organisieren kann.
Das ist recht einfach. Man überlegt wo man hin möchte, und besorgt sich danach beim Stand sein Ticket. Neben dem Stand ist der Wartebereich. Es sind dort Sesseln aufgestellt, wo man Platz nehmen kann. Wenn genügend Leute für eine Destination zustande kommen ( meistens ab 4 Leuten), dann kann es los gehen, und der Bootsfahrer geht mit seinen "Schäfchen" zum Boot.



Die meist angefahrenen Strände und Inseln sind:  Chicken Island, Koh Poda, die wunderschöne Phang Nga Bucht, und natürlich Railay Beach.
Es war schon ein besonderes Erlebnis mit den Booten zu den Stränden und Inseln zu fahren.
Man spürt den Wind und die Gischt des Meeres spritzt einem ins Gesicht.



Die Strände sind wunderschön, und mitsamt einige der schönsten Strände die ich in Thailand gesehen habe. Es war wirklich herrlich, und wir haben die Zeit genossen. Railay Beach und der Phang Nga Beach gehören zu meinen Favoriten. Wirklich wunderschön.
Will man sich jedoch noch ein bisschen wie Robinson auf seiner einsamen Insel fühlen, muss man früh aufstehen um auf die Strände zu kommen.
An unseren Tagen dort, hatten wir ein paar Mal Glück, und den Strand für eine kurze Zeit fast für uns alleine. ( Nur die vielen neugierigen Affen waren immer anwesend.) Das war herrlich!
Je später es wurde, desto mehr füllten sich die Strände. Aber um ehrlich zu sein machten mir die anderen Leute gar nicht so viel, und es war auch nicht so schlimm wie ich gedacht hatte.
Vor allem war es fantastisch, hier zu sein. Das glasklare Meer mit den vorgelagerten Inseln, der weiße Sandstrand und die schon fast kitschige Kulisse mit den Taxibooten machte alles wieder gut!
Es lohnt sich wirklich, einmal im Leben diese Atmosphäre zu erleben!!


Railay Beach

Railay Beach


An dieser Stelle muss ich euch noch sagen, wie dankbar ich bin. Ich finde es wichtig dem Leben einfach mal "Danke" zu sagen, für all die schönen Momente (wie diesen :-)) die wir erleben dürfen. Für jeden neuen Eindruck, und jedes Geschenk dass uns gemacht wird! An diesen Tagen am Strand, und egal wie viele Leute dort auch unterwegs waren, war ich im Einklang mit mir selbst.
Das berühmte Gefühl vom "Loslassen", wenn es auch nur kurzfristig geklappt hat, war toll, und ich fühlte mich großartig!

Affenfamilie in der Nähe von Railay Beach

Unser Aufenthalt in Krabi war wirklich toll. Will man die Strände und die Inselwelt erforschen ist man hier genau richtig! Es gibt viel zu sehen, und jeden Tag kann ein neuer Traumstrand angefahren werden.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

24 Dinge die man in der Weihnachtszeit machen sollte | Bucket List

Die endzwanziger Krise - Oder eine neue Chance !

Adventskalender 2016 | Douglas