Auf dem Nachtmarkt in Chiang Mai / Lustige Begebenheiten und neue Erfahrungen


Schon bei den ersten Überlegungen für unsere Reise, wollte ich unbedingt auch den Nachtmarkt in Chiang Mai einplanen.
Was wusste ich über den Markt? Die Leute beschrieben ihn als unbedingt sehenswert, mit allem was dazu gehörte. Musik, Essen, Trinken und natürlich einkaufen. Shopping gehört für Thailand Reisende ja schon fast zum Pflichtprogramm! Die Straße wird gesperrt, und an diesem Nachmittag/Abend zur Fußgängerzone. Das reichte mir schon an Informationen. Klang perfekt für mich!
Es konnte losgehen.





CHIANG MAI SUNDAY NIGHT MARKET

Nach einem schönen Tag in Chiang Mai entschlossen meine Mama und ich, am Abend den Markt zu besuchen.
Gut gelaunt und voller Vorfreude (genug Geld für das Einkaufsvergnügen durfte auch nicht fehlen) schlenderten wir von unserem Hotel in der Rajamanka Rd. in Richtung Sunday Night Market.



Dort angekommen, war ich echt begeistert. Traditionelle Musik wurde gespielt, die ersten Essenstände und Getränke waren in der Nähe, und die vielen Stände luden zum kaufen und flanieren ein. Auf der Straße kam man am Wat Jedi Luang vorbei, dass sehr schön beleuchtet war. Herrlich!!
Es waren schon viele Menschen auf der Straße, doch konnte man immer noch gut durchgehen und sich umschauen.
Das änderte sich jedoch bald!


STRATEGIEN UM SICH PLATZ ZU VERSCHAFFEN/ OMA WEIß WIE ES GEHT !

Je später es wurde, desto mehr Leute strömten auf den Markt.
In dem Getümmel ging es bald nur noch in kleinen Schritten voran. Rücksichtsvoll wie ich war, versuchte ich niemanden fahrlässig zu stoßen oder auf die Füße zu steigen.
 Meine Strategie ging nicht wirklich auf, und ich fühlte mich ein bisschen verloren.

Während die anderen Leute (hauptsächlich Thailänder und andere Asiaten) sich ohne Probleme und geschickt wie eine Katze durch die Menge schummelten ( oft noch mit kleinen Kindern an der Hand), hing ich immer irgendwo fest oder wartete geduldig bis mich die Menge weiterzog.

Dann kam sie.
Sie, dir mir zeigte welche Strategie man auch anwenden kann, und die mit Sicherheit zum Ziel führt.
"Sie" war eine kleine, süße asiatische Oma.
Ich schätzte sie auf ungefähr 70 Jahre.
Da kam sie mir nun entgegen, diese kleine alte Frau und lachte mich an. Nicht ahnend was danach passieren würde, lächelte ich zurück.
Eine kurze Sekunde später, änderte sich ihr Gesichtsausdruck. Sie zog ihren Kopf ein, hob ihre Ellenbogen, und rammte ihn mir in die Seite, um sich den nötigen Platz zum weitergehen zu sichern.
Diese kleine alte Frau war eine Kampfschildkröte wie aus dem Bilderbuch!!

Ich konnte es gar nicht fassen. Wie konnte diese Frau die mich gerade noch angelacht hatte so dreist sein? Ihre Tochter die ihr nachfolgte, schaute mich schuldbewusst an, und machte eine Geste die  wahrscheinlich eine Entschuldigung sein sollte.

Ja so geht das in Asien. Man lernt nie aus. Lass dich nicht unterkriegen. Auch als alte Oma nicht!!
Im Nachhinein musste ich aber dann doch schmunzeln.
Also Leute, aufgepasst wenn ihr den süßen, alten Frauen begegnet. Die haben es in sich!




THAILÄNDISCH ESSEN, ABER RICHTIG!!!

Als wir bei einem Essensplatz vorbei kamen, entschieden wir uns dafür eine kleine Pause einzulegen und etwas zu essen.
Das Angebot war riesig, und wir konnten uns zwischen Fisch, Meeresfrüchten, verschiedenen gebratenen und gegrillten Speisen entscheiden.
 An einem Stand gab es "Pad Thai" ( traditionelles thailändisches Nudelgericht aus Reisnudeln, Ei, Fischsauce, Tofu, Fleisch, Chilli usw..) für das wir uns schlussendlich entschieden. (50 Baht pro Portion = ca.1,20 Euro)

Wir hatten Glück, und ergatterten auf den Plastiktischen die dort aufgebaut waren noch zwei Plätze.
Meine Mama begann ihr Pad Thai zu essen, und wurde dabei von der thailändischen Frau die mit ihrer Familie an unserem Tisch saß, beobachtet. Sie schüttelte den Kopf, und machte sich bemerkbar. Anscheinend wollte sie uns etwas sagen. Die Frau zeigte meiner Mama wie man Pad Thai richtig essen musste. Wir Ausländer hatten da wieder mal etwas nicht geschnallt!
Jedes Gericht wird mit einer aufgeschnittenen Limette serviert. Was für uns nur Dekoration war, ist für die Thailänder der erste Schritt des Essens.
Die Limette über das Pad Thai drücken, und dann noch mit Chilli würzen. Danach genießen!!
Als Mama unter den wachsamen Augen der Frau alles vorbereitet hatte, und dann ihr viel besser gewürztes Essen genoss, freute sich die Thai - Familie, und die Frau lachte.

Ob sie wohl über die "Farangs" ( so werden die Ausländer von den Thais genannt) lachte, oder weil sie sich einfach freute uns etwas gelernt zu haben, das weiß ich nicht.
Es war auf jeden Fall sehr unterhaltsam.




ENDE GUT, ALLES GUT

Schlussendlich möchte ich sagen, dass der Nachtmarkt sehr empfehlenswert ist.
Man kann dort super lecker essen, und sich durch die thailändischen Köstlichkeiten futtern, ohne viel Geld auszugeben.
Wer eine Pause braucht, kann sich eine Massage gönnen.
An den Verkaufsständen werden zum Großteil selbst gemachte Waren verkauft, die sehr einladend präsentiert sind.

Die Atmosphäre dort war toll. Man muss nur zu späterer Stunde mit einer großen Menschenmenge rechnen.
Das war der einzige Punkt der mir etwas zu schaffen machte. Mir war der Trubel etwas zu viel, und ich spürte schon Platzangst aufkommen.
Diesen Leuten denen es so geht wie mir, empfehle ich früher zum Markt zu kommen, bevor die Menschenmenge heranrollt.






Der Markt befindet sich in der Altstadt von Chiang Mai, 
und ist jeden Sonntag von 18:00 Uhr bis Mitternacht geöffnet.



 







 

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